Was ein Puff mit Phantom-Schmerz zu tun hat und warum Weltkrieg aus Sicht von Tussen durchaus lustig sein kann
CRIMMTISCHAU – Ziel dieses Eintrags ist es, eine gesamte Woche eintragsträchtiger Ereignisse in einem klitzekleinen Post zusammenzufassen. Also, macht euch auf was gefasst...


Alles begann letzten Dienstag, als ich gemütlich, stressbelastet auf dem Weg zum Theater war – zur Generalprobe vom Phantom der Oper (Für die, die s noch ni wissen: Ich hab im Theater das Phantom spielen dürfen.). Erquickend von dem Gedanken, abends noch mal zu Wolle Petri Musik schwimmen zu gehen, um danach de Peacey vom Bahnhof abzuholen, schritt ich völlig tranciert in den Umkleideraum. Und wer steht da: de Peacey! Nach einem kurzen, selbstverständlichen „Hallo“ habsch dann auch gecheckt, dass de Peacey eigentlich noch garni dasein dürfte. Darauf folgten dann die brühmten 5 Sekunden in denen man wie in deine frühen Kinderjahren vor einem Fehlerbild steht und sucht, was ni passt.
Naja, wie auch immer: Generalprobe war toll, die Zeit mit Peacey auch. Lustige Tage. Donnerstag war dann Premiere: Volle Bude, geile Atmosphäre. Gute Kritiken. Was will man(n) mehr. Und ich hab angefangen, Kontakt mit jemandem aufzunehmen, mit der ich schon lange mal n biddel mehr machen wollte.
Freitag war
dann Veros Abschiedsfete. War erst aufgrund mangelnder Beteiligung ä biddel öde. Obwohl es auch mal durchaus angenehm is, wenn man alleine rhythmische Bewegungsdränge ausleben kann, ohne dass lästige Mittänzer anfangen in eckstatischen Adlerflügen ihre Schwingen zu spaßsüchtigen Versuchungen zu auf und ab bewegen. Aber wies halt immer is, wenn was blöd is: Man steht vor der Entscheidung: Entweder ich kotz jetzt ab und beschwer mich, wie scheiße doch alles
is oder ich beweg mein Arsch und änder was. Also haben wir erstmal unsere Freaksräume in einen Puff verwandelt und lustige Aktionen zu pinkem Licht, Gesangsbegleitungsapparat und einer Zigarette danach (arrr) gerissen. Und wie wir so in unserer Geilheit schwelgten, haben wir doch tatsächlich den hellsten Stern im Paradies gesehn, wie er direkt in unser Abenteuerland hineinstrahlte und einen Tatsch von gesunder Arroganz und Wir-sind-doch-einfach-nur-eine-geile-Bewegung hinterließ. Hach, war das romantisch. Wie so unsere Freude röhrend in die Welt hinausschallte...

Samstag: Schlafen. Essen. Gottesdienst. Gibt’s nen perfekteren Tagesablauf?! Und da die Löbauer (und natürlich auch Haller und Bautzner,... sorry.) mit da warn, wars natürlich noch scheener. Auch als Mark anfing, nichts ahnend beim Predschen vom Phantom-Schmerz zu reden. Lobpreis war auch lustig. Mir taten zwar die Finger weh. Aber dafür hat er genau nach meinem Geschmack begonnen: Mit lautem Geschrei. Hach, einfach nur toll.... Außerdem hat Jesus n paar Leute ganz real spürbar angefasst, so dass Hände angefangen ham zu tropfen, weil sie so heiß warn. Also, danke Papi für dieses geile Erlebnis, du bist echt absolut der Beste!
Danach gabs noch Dönerrunden mit unterhaltender Freakshow und anschließender Shishazirkeln. Und schließlich den nächsten Höhepunkt des Abends: Aufgrund thermisch-günstiger Bedingungen wurde Thomas` krasse Berghütte seit über nem Jahr mal wieder in Betrieb genommen. (Also für alle, die noch nich mit offnem Mund dasitzen [es sei denn sie essen]: Ich meine DIE Hütte. Der Kult schlechthin in Neukirchen. Die Hütte, die immer stinkt, dreckig und undicht is. Sich aber trotzdem als ehemals krasse Hauskreislocation, Shisha-Hochburg, Befreiungsdienstzimmer und Kreativ-abhäng-schuppen bewiesen hat). Wie gesagt: Thomas, Miri, Peacey und ich sind in die krasse Hütte und ham nach kurzen Zwerchfellaufwärmübungen „Krieg der Welten“ geguckt. Ich sag euch: Nix für schwache Lachnerven. Eigentlich sollte der Film ja nich lustig sein, aber ... Lieber Steven Spielberg, jeder hat mal nen schlechten Tag, an dem es ihm schwer fällt ein gutes Drehbuch zu schreiben. Aber das ist noch lange kein Grund, dass Problem mit Alkohol wegzukippen. Und Dialoge zu beseitigen, ist auch keine Lösung um einen Film zu verbessern. Aber dafür gabs ja nen Oskar für Spezialeffekts. (da war ich anscheinend grad pinkeln). Also Stevie, haste fein gemacht. Danke für diese Bereicherung der optisch-gruseligen Vorstellung, dass Drogen nicht nur beim Musikantenstadl im Umlauf sind. Und wegen der Zeitumstellung ging der Film auch noch ne Stunde länge. („Extended version“ nennt man das dann)
So, So, Sonntag. Habsch jetzt kein Bock mehr zu erzähln. War schön. Malfa und Ugo mit Löbauern und Jesus. Gut.
Ja, das war meine Woche. Ach, fasst vergessen: Ich wurde gestern in der Bibliothek von 3 12-jährigen Mädchen überfallen. Eine halbe Stunde später war ich dann um viele Nerven, meiner Handynummer und einer Aussage über mein Liebesleben ärmer. Darüber habe ich mich aufklären lassen, dass Christsein viel zu anstrengend ist, weil sowohl früh, als auch abends, vor und nach dem Essen, sonntags, vor jeder Klausur, bei jeder guten Note und bei außergewöhnlichen Härtefällen beten muss. Mensch, is das hart. Zum Abschluss noch ein Originalzitat: „Wir sind Tussen, wir müssen den ganzen Tag gut aussehen, 5 Stunden täglich telefoniern, immer shoppen wollen und leicht zu haben sein. Das ist unsere Pflicht!“
Mädels, euch gehört die Welt!


Alles begann letzten Dienstag, als ich gemütlich, stressbelastet auf dem Weg zum Theater war – zur Generalprobe vom Phantom der Oper (Für die, die s noch ni wissen: Ich hab im Theater das Phantom spielen dürfen.). Erquickend von dem Gedanken, abends noch mal zu Wolle Petri Musik schwimmen zu gehen, um danach de Peacey vom Bahnhof abzuholen, schritt ich völlig tranciert in den Umkleideraum. Und wer steht da: de Peacey! Nach einem kurzen, selbstverständlichen „Hallo“ habsch dann auch gecheckt, dass de Peacey eigentlich noch garni dasein dürfte. Darauf folgten dann die brühmten 5 Sekunden in denen man wie in deine frühen Kinderjahren vor einem Fehlerbild steht und sucht, was ni passt. Naja, wie auch immer: Generalprobe war toll, die Zeit mit Peacey auch. Lustige Tage. Donnerstag war dann Premiere: Volle Bude, geile Atmosphäre. Gute Kritiken. Was will man(n) mehr. Und ich hab angefangen, Kontakt mit jemandem aufzunehmen, mit der ich schon lange mal n biddel mehr machen wollte.
Freitag war
dann Veros Abschiedsfete. War erst aufgrund mangelnder Beteiligung ä biddel öde. Obwohl es auch mal durchaus angenehm is, wenn man alleine rhythmische Bewegungsdränge ausleben kann, ohne dass lästige Mittänzer anfangen in eckstatischen Adlerflügen ihre Schwingen zu spaßsüchtigen Versuchungen zu auf und ab bewegen. Aber wies halt immer is, wenn was blöd is: Man steht vor der Entscheidung: Entweder ich kotz jetzt ab und beschwer mich, wie scheiße doch alles
is oder ich beweg mein Arsch und änder was. Also haben wir erstmal unsere Freaksräume in einen Puff verwandelt und lustige Aktionen zu pinkem Licht, Gesangsbegleitungsapparat und einer Zigarette danach (arrr) gerissen. Und wie wir so in unserer Geilheit schwelgten, haben wir doch tatsächlich den hellsten Stern im Paradies gesehn, wie er direkt in unser Abenteuerland hineinstrahlte und einen Tatsch von gesunder Arroganz und Wir-sind-doch-einfach-nur-eine-geile-Bewegung hinterließ. Hach, war das romantisch. Wie so unsere Freude röhrend in die Welt hinausschallte...

Samstag: Schlafen. Essen. Gottesdienst. Gibt’s nen perfekteren Tagesablauf?! Und da die Löbauer (und natürlich auch Haller und Bautzner,... sorry.) mit da warn, wars natürlich noch scheener. Auch als Mark anfing, nichts ahnend beim Predschen vom Phantom-Schmerz zu reden. Lobpreis war auch lustig. Mir taten zwar die Finger weh. Aber dafür hat er genau nach meinem Geschmack begonnen: Mit lautem Geschrei. Hach, einfach nur toll.... Außerdem hat Jesus n paar Leute ganz real spürbar angefasst, so dass Hände angefangen ham zu tropfen, weil sie so heiß warn. Also, danke Papi für dieses geile Erlebnis, du bist echt absolut der Beste!
Danach gabs noch Dönerrunden mit unterhaltender Freakshow und anschließender Shishazirkeln. Und schließlich den nächsten Höhepunkt des Abends: Aufgrund thermisch-günstiger Bedingungen wurde Thomas` krasse Berghütte seit über nem Jahr mal wieder in Betrieb genommen. (Also für alle, die noch nich mit offnem Mund dasitzen [es sei denn sie essen]: Ich meine DIE Hütte. Der Kult schlechthin in Neukirchen. Die Hütte, die immer stinkt, dreckig und undicht is. Sich aber trotzdem als ehemals krasse Hauskreislocation, Shisha-Hochburg, Befreiungsdienstzimmer und Kreativ-abhäng-schuppen bewiesen hat). Wie gesagt: Thomas, Miri, Peacey und ich sind in die krasse Hütte und ham nach kurzen Zwerchfellaufwärmübungen „Krieg der Welten“ geguckt. Ich sag euch: Nix für schwache Lachnerven. Eigentlich sollte der Film ja nich lustig sein, aber ... Lieber Steven Spielberg, jeder hat mal nen schlechten Tag, an dem es ihm schwer fällt ein gutes Drehbuch zu schreiben. Aber das ist noch lange kein Grund, dass Problem mit Alkohol wegzukippen. Und Dialoge zu beseitigen, ist auch keine Lösung um einen Film zu verbessern. Aber dafür gabs ja nen Oskar für Spezialeffekts. (da war ich anscheinend grad pinkeln). Also Stevie, haste fein gemacht. Danke für diese Bereicherung der optisch-gruseligen Vorstellung, dass Drogen nicht nur beim Musikantenstadl im Umlauf sind. Und wegen der Zeitumstellung ging der Film auch noch ne Stunde länge. („Extended version“ nennt man das dann)
So, So, Sonntag. Habsch jetzt kein Bock mehr zu erzähln. War schön. Malfa und Ugo mit Löbauern und Jesus. Gut.
Ja, das war meine Woche. Ach, fasst vergessen: Ich wurde gestern in der Bibliothek von 3 12-jährigen Mädchen überfallen. Eine halbe Stunde später war ich dann um viele Nerven, meiner Handynummer und einer Aussage über mein Liebesleben ärmer. Darüber habe ich mich aufklären lassen, dass Christsein viel zu anstrengend ist, weil sowohl früh, als auch abends, vor und nach dem Essen, sonntags, vor jeder Klausur, bei jeder guten Note und bei außergewöhnlichen Härtefällen beten muss. Mensch, is das hart. Zum Abschluss noch ein Originalzitat: „Wir sind Tussen, wir müssen den ganzen Tag gut aussehen, 5 Stunden täglich telefoniern, immer shoppen wollen und leicht zu haben sein. Das ist unsere Pflicht!“
Mädels, euch gehört die Welt!


5 Comments:
„Wir sind Tussen, wir müssen den ganzen Tag gut aussehen, 5 Stunden täglich telefoniern, immer shoppen wollen und leicht zu haben sein. Das ist unsere Pflicht!“
hahahahaha der war gut -
"wir sind christen, wir müssen den ganzen tag brav aussehen, 8 stunden täglich leute bekehren, imer beten wollen & keinen sex vor der ehe haben wollen. das ist unsere pflicht"
*grinZ*
Jimmy ich mag deinen Schreibstil echt. Keine Ahnung wie es ist, wenn man das liest und die Hintergründe nicht kennt, aber für mich ist es echt lustig. Mach weiter du Blogheld ;)
Wer ist denn diejenige, mit der du gern mal mehr gemacht hättest und gemacht hast? Ich will es wissen! ;)
Scheiße, bin ich penetrant und aufdringlich ;p
Ich will es aber trotzdem wissen!
Miri
Oh Scheiße! Meine trendy Handybag klingelt. Muss mal rangehen,... "Oh ja! Klar geh ich mit Dir shoppen! Ja, die pinken Ohrringe haben mir auch gefallen. *KREISCH* Echt??? Das hat er gesagt???? Gut! Bis dann, Schnucki!HDGDL!!!!" Wo war ich? Ach ja! Ich geh jetzt also shoppen, dann zur Maniküre, dann ein bisschen Training für die Problemzonen (Bauch, Beine, Po)und dann mich gepflegt von meinem Freund (den ich selbstverständlich erst seit drei Tagen kenne, hey! Immerhin nicht beim ersten Date... Ich hab ja Grundsätze!) durchbügeln lassen. Das müsst ihr verstehen!
Scheiße, mein Fingernagel ist abgebrochen!
Da bleibt bei so einem Tagesablauf eben keine Zeit für so einen Blödsinn wie Beten. VIIIIEEEEELLL zu anstrengend!
Tiffy
oh mann micha, kann mich nur allen anderen anschliessen: dein schreibstil rockt!!!
schade, dass der kontakt so eingeschlafen ist :( hoffe, mal wieder was von dir zu hören!! lass es dir gut gehen, bis die tage
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